Ein Geometrisches Werk von Francois Morelellet

Ausstellungsvorschau Atrium

Die Vielseitigkeit der Geometrie
François Morellet zum 100. Geburtstag
Sammlung Würth

Atrium im Museum Würth 2, Künzelsau

8. März 2026 bis 24. Januar 2027

Täglich 10 - 18 Uhr, Eintritt frei

 

François Morellet (1926–2016) zählt zu den wichtigsten Vertretern der Geometrischen Abstraktion. Seine Werke folgen System und Logik und sind dennoch spielerisch und voller Esprit. Anlässlich seines 100. Geburtstags widmet die Sammlung Würth dem vielseitigen Wegbereiter einer neuen Konkreten Kunst eine Werkschau und rückt dabei auch Mitstreiterinnen und Mitstreiter sowie Wahlverwandte des Franzosen wie Max Bill, Almir Mavignier oder Anni Albers in den Blick.

Ab den 1950er-Jahren schuf Morellet ein Werk von beeindruckender Konsequenz. Auf der Basis seiner geometrischen Formfindung und systematischer Konzepte entwickelte er eine unverkennbare Bildsprache. Jede Arbeit folgt einem seiner definierten Ordnungsprinzipien: Aneinanderreihung, Überlagerung, Zufall, Interferenz oder Fragmentierung. Ausgehend von der Malerei zählte er zu den Ersten, die in den 1960er-Jahren mit künstlichem Licht arbeiteten. Zahlreich sind die Projekte im öffentlichen Raum, darunter treten Realisierungen für den Pariser Louvre oder das Paul-Löbe-Haus, ein Parlamentsgebäude des Deutschen Bundestags in Berlin, hervor.

 

Doch das Werk Morellets erschöpft sich nicht in seiner klaren Formensprache. Das »Unsprachliche« der abstrakten Kunst weitet sich oftmals über die anspielungsreichen wortspielerischen Titelzugaben, die im Französischen besonders gut gelingen. Diese eröffnen den Betrachtenden ebenso intellektuelle wie unterhaltsame Deutungsmöglichkeiten. Der Künstler spricht von »Kollisionen« und bezeichnet seine Arbeit als ein »Fast-Nichts« (»Presque rien«). Allerdings nicht, ohne uns aufzufordern, alles in dieses »Nichts« hineinzuinterpretieren, was uns gefällt. Die Ausstellung darf insofern als eine Aufforderung zu einem so fröhlichen wie ernsthaften Dialog mit Kunstwerken verstanden werden, die uns als Betrachtenden eine aktive Rolle zuweisen.

Galerie

Ein Werk von François Morellet mit farbigen geometrischen Formen.

François Morellet, A PRIORI, 2004, Sammlung Würth, Inv. 8220 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Ein Werk von François Morellet in schwarz - weiss.

François Morellet, Fin de série no. 6, 1991, Sammlung Würth, Inv. 4677 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Eine Skulptur von François Morellet mit leuchtenden Neonröhren.

François Morellet, Lunatique neonly 16 Viertelkreise Nr. 2 , 2001, Sammlung Würth, Inv. 7236 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

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