Gertrude Reum, Ohne Titel  / Ohne Titel, 1997 / Undatiert, Sammlung Würth, Inv. 17267 und 16793. Foto: Philipp Schönborn, München

Ausstellungsvorschau

Das Prinzip Verwandlung – Gertrude Reum; Sammlung Würth und Leihgaben

Museum Würth, Künzelsau

27. April 2026 bis 08. November 2026

Täglich 11 - 18 Uhr, Eintritt frei

 

In ihrem malerischen und bildhauerischen Werk umkreist Gertrude Reum kaum fassbare Phänomene wie Licht, Zeit, Bewegung und Raum. Nach realistisch-gegenständlichen Anfängen im malerischen Bereich, beschritt die Künstlerin beim plastischen Arbeiten völlig neue Wege.

Dabei spielt das Material eine große Rolle, welches zum Teil ungewöhnlich und anspruchsvoll ist, wie beispielsweise Zellstoff, ein industrielles Zwischenprodukt. Durch Aufritzen, Reißen, Befeuchten und Trocknen brachte sie Reliefs hervor, die archaisch, erdhaft und eruptiv wirken. Ansonsten dominieren die Metallarbeiten. Chromnickelstahl, Aluminium und Messing gehören zu Reums bevorzugten Werkstoffen. In hauchdünnen Schliffen trägt sie Lichtbahnen in das Metall ein, die – je nach Standort des Betrachters und Lichteinfalls – ein vibrierendes, sich veränderndes Bild erzeugen. Die konsequente Weiterentwicklung der Lichtlinien führte Reum schließlich zu ihren monumentalen Skulpturen aus Chromnickelstahl. Mehrere, teils sechs Meter hohe Rohre winden sich verästelt aufwärts in den Raum. Gerade mit diesen Spätwerken kreierte die 1926 in Saarbrücken geborene und 2015 in Buchen verstorbene Künstlerin jenen unverkennbaren Stil, der zu ihrer künstlerischen Signatur wurde.

 

Anlässlich des 100. Geburtstages würdigt das Museum Würth Gertrude Reum mit einer umfassenden Ausstellung und zeigt Werke aus allen Schaffensphasen.

Galerie

Auf einer grauen, metallischen Oberfläche verläuft von unten nach oben ein rissartiger Einschnitt, der an einen Canyon erinnert.

Gertrude Reum, Aufbrüche, 1991, Sammlung Würth, Inv. 3869. Foto: Volker Naumann, Schönaich

Zwei silberne Skulpturen aus wild ineinander verwobenen Metalstreben strecken sich in den Himmel

Gertrude Reum, Ohne Titel / Ohne Titel, 1997 / Undatiert, Sammlung Würth, Inv. 17267 und 16793. Foto: Philipp Schönborn, München

Metallisch wirkende, digitale Streben verlaufen in einemStrang horizontal aufstrebend durch das silberne Bild

Gertrude Reum, Strömungen, 1996, Sammlung Würth, Inv. 3866. Foto: Fotoatelier Bernhard e.K.

Metallisch wirkende, digitale Streben verlaufen in einem vertikalen Strang durch das silberne Bild

Gertrude Reum, Verwandlungen, 2003, Privatbesitz.. Foto: Fotoatelier Bernhard e.K.

Ein Aquarell mit wilden Linien über einer orangenen Ffläche durch die Verteilung der Farben bildet sich ein Horizont

Gertrude Reum, Ohne Titel, 1990, Sammlung Würth, Inv. 17261. Foto: Volker Naumann, Schönaich

Skulptur mit in den Himmel strebenden metallenen Strängen

Gertrude Reum, Aufwärts, 2011, Sammlung Würth, Inv. 17136. Foto: Volker Naumann, Schönaich

Die Sammlung Würth auf Social Media