Erbschenkenpokal

Der Erbschenkenpokal

Seine Größe, kunstvolle Gestaltung und historische Bedeutung machen den Erbschenkenpokal zu einem herausragenden Kunstwerk. 1562 wurde er von Christoph III. zu Limpurg-Gaildorf, Erbschenk des Römischen Reiches, Maximilian II. (1527–1576), König von Böhmen und Fürst von Österreich, anlässlich dessen Krönung zum deutschen König in Frankfurt überreicht.

Da es Brauch war, dass der Schenk den Pokal behielt, kam er ins Alte Schloss nach Gaildorf, wo die Grafen zu Limpurg residierten.

 

Als exquisite Goldschmiedekunst hätte der Pokal jeder Kunstkammer damals zur Zier gereicht. Diese neuzeitlichen Sammlungsräume erfreuten sich an den fürstlichen Höfen Europas großer Beliebtheit. Sie sollten Spiegel des Kosmos und des explodierenden Wissens der Welt sein. Deswegen gehörte zu ihren Sammlungen nahezu alles, was der Zeit wesentlich erschien: Gold und Silber, Bücher aller Wissensgebiete, astronomische Geräte, Prunkhumpen, technisch ausgefeilte Drechselarbeiten aus Elfenbein und vieles mehr.

 

Auch in der Sammlung Würth zählt solche Kunst zu den besonderen Attraktionen, zu sehen in der „Kunstkammer Würth“ im Bode-Museum in Berlin.

 

Der Erbschenkenbecher der Sammlung Würth gilt als der einzige erhaltene Pokal, der nachweislich bei der Krönung eines Königs verwendet wurde. Er ist als solcher ein historisches Zeugnis von hohem Rang.

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