Literatur
Vorträge / Lesungen
„Wir sagen uns Dunkles“
17. November 2026
19:00 Uhr · Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall
Eintritt frei
Szenische Lesung aus Briefen und Gedichten von Ingeborg Bachmann und Paul Celan mit Christian Doll (Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall) und Martina Maria Reichert (Schauspielerin)

Große Kunst begegnet überwältigender Literatur. Zur Wiedereröffnung der Kunsthalle Würth bringen Martina Maria Reichert und Christian Doll in einer Lesung zwei der eindringlichsten Stimmen der deutschen Nachkriegsliteratur zu Gehör: Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Ihr poetisches Schaffen und ihr jahrelanger, von tiefer Zuneigung und schmerzhafter Fremdheit geprägter Briefwechsel zeugen von dem Versuch, nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts eine Sprache für das Unsagbare zu finden. Für Anselm Kiefers Schaffen sind Bachmanns leidenschaftliche Suche nach Wahrheit und Celans traumatische Lyrik der Nachkriegszeit Inspiration und existentielles Fundament. Er bezieht sich in vielen seiner Werke auf ihre Texte. Die Lesung versucht, die feinen Linien erlebbar zu machen, die Bachmanns und Celans Worte mit der bildgewaltigen Kunst Kiefers verbinden – ein leiser, intensiver Abend über die Notwendigkeit des Erinnerns und die Kraft der Poesie.

 

In Kooperation mit den Freilichtspielen Schwäbisch Hall

Adolf Würth Saal, Kunsthalle Würth

Freier Eintritt, begrenzte Platzzahl

Bitte melden Sie sich ab 21.9.2026, 11 Uhr über das Onlineformular unter „Tickets“ an.

 

Abbildung: Anselm Kiefer, Lorelei, 2005, Öl, Emulsion, Acryl, Blei, Gips, Vogelkäfig und Lack auf Leinwand, Sammlung Würth Inv. 18368, © Anselm Kiefer, Foto: Archiv Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg

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